Aktuelles

Exkursion: Riedelbacher Heide

Der Einfluss früherer Flurbereinigungen auf die heutige Land­schaft, die früheren und heutigen Nutzungen sowie die aktuelle Vegetation am Beispiel Riedelbach


Der Nassauische Verein für Naturkunde, Wiesbaden, lädt für Samstag, 1. Juni, 13 Uhr, zu einer Exkursion nach Weilrod-Riedelbach ein.


Thema ist der Einfluss früherer Flurbereinigungen auf die heutige Landschaftsgestalt, die früheren und heutigen Nutzungen und die aktuelle Vegetation am Beispiel Riedelbach. Aussehen, Nutzung und Bewuchs der heutigen Kulturlandschaft im Taunus werden nicht nur von den naturräumlichen Gegebenheiten bestimmt, sondern ganz wesentlich auch von den Flurbereinigungen der letzten ein bis zwei Jahrhunderte. Diese bildeten einerseits die Voraussetzungen für die landwirtschaftliche Nutzbarkeit durch eine zunehmend modernisierte Landwirtschaft, hatten andererseits aber auch erhebliche Auswirkungen u.a. auf das heutige Erscheinungsbild der Landschaft, die Wuchsmöglichkeiten der Vegetation und die Möglichkeiten der Ausbildung oder Erhaltung einer ökologischen Vielfalt (“Biodiversität”). Am Beispiel eines Teils der Gemarkung Riedelbach wird auf die vielfältigen Veränderungen des Naturhaushalts eingegangen, die heute vielfach gar nicht mehr als “künstlich” wahrgenommen werden, aber doch erhebliche Auswirkungen u.a. auf die heutigen Nutzbarkeiten und die Entfaltungsmöglichkeiten einer mehr oder weniger artenreichen Pflanzenwelt haben.


Ausgehend von den Resten einer überkommenen Nutzung früherer Zeiten im NSG “Riedelbacher Heide” führt die Exkursion zu verschiedenen Tal- und Hangstandorten der Gemarkung.


Die Laufstrecke liegt je nach Witterung und Fortgang der Exkursion bei etwa 6-8 km auf zum Teil nur leicht befestigten oder grasigen Wegen mit einigen Anstiegen und Gefällstrecken. Bitte festes Schuhwerk und dem Wetter angepasste Kleidung, Sonnenschutz, Selbstverpflegung und ausreichend Getränke mitnehmen.


 Treffpunkt ist der Parkplatzstreifen am Sportplatz Riedelbacher Heide in Weilrod-Riedelbach, Beginn 13.00 Uhr, Dauer etwa 4 Stunden.



Naturkundetag

Oberirdische Karstformen und Höhlen im Wester­wald


Der Nassauische Verein für Naturkunde, Wiesbaden, lädt für Samstag, 22. Juni, 10 Uhr zu seinem traditionellen Naturkundetag ein. Diesmal findet er im Karstgebiet von Breitscheid, Westerwald, statt. Die oberirdischen Karstformen und Höhlen im Westerwald stehen im Mittelpunkt des Naturkundetages. 


Am Vormittag wird im Dorfgemeinschaftshaus Erdbach, 35767 Breitscheid, Mühlweg 4, Ingo Dorsten, Vorsitzender der Speläologischen Arbeitsgemeinschaft Hessen über die Naturkunde, Landschaft und Wirtschaft des Gebietes berichten. Mittags werden die Teilnehmer des Naturkundetages eine landschaftsökologische Wanderung zur Tropfsteinhöhle Herbstlabyrinth unternehmen. Dort findet auch die Mittagspause statt. Nach dem Mittagessen besteht die Möglichkeit an einer Führung durch die Tropfsteinhöhle teilzunehmen. Dabei sind 124 Stufen in die Tiefe zu überwinden. Im Anschluss führt der Weg wieder zurück nach Erdbach zum Dorfgemeinschaftshaus zum Abschlusskaffee. Die Verpflegungskosten betragen etwa 20 Euro, die Kosten der Höhlenführung trägt der NVN


Eine Anmeldung zum Naturkundetag ist unter webmaster_at_naturkunde-online.de bis zum 31. Mai möglich.



Weitere Informationen


Mitgliederversammlung und Vorstandswahl

Erstmals in seiner fast 200-jährigen Geschichte hat der Nassauische Verein für Naturkunde eine Vorsitzende. Am Donnerstagabend (21. März) wurde bei der Mitgliederversammlung im Vortragssaal des Museums Wiesbaden Dr. Tilli Charlotte Reinhardt zur Vorsitzenden gewählt. Sie löst damit Dr. Helmut Arnold ab, der die Geschicke des Vereins in den vergangenen 10 Jahren leitete. Reinhardt hatte zuletzt die Kassenführung des Vereins inne. Sie wird von Anette Schmidt abgelöst, die ebenfalls einstimmig gewählt wurde. Wiedergewählt wurden der stellvertretende Vorsitzende Dr. Wolfgang Ehmke und die für die Kontakte zur Presse zuständige Sabine Neugebauer. 


Der scheidende Vorsitzende Arnold berichtete zunächst zu den Vereinsaktivitäten 2023. Besonders erfreut zeigte er sich, dass der Naturkundetag im Hessischen Ried, die monatlichen Vorträge und 11 Exkursionen mit unterschiedlichen naturkundlichen Schwerpunkten auf große Resonanz, nicht nur im Kreis der Mitglieder, gestoßen waren. Nach zehnjährigem Vorsitz beendete Dr. Arnold aus persönlichen Gründen seine Vorstandstätigkeit. In seiner Amtszeit wurden neben den etablierten Aktivitäten viele neue Projekte umgesetzt, die die Kenntnisse um die Natur möglichst vielen Menschen näherbringen sollen: die Finanzierung der Führungen für Schüler in der Wasserausstellung des Landesmuseum, die Auslobung eines Sonderpreises beim Umweltpreis der Stadt Wiesbaden, Beschilderungen am Koch-Denkmal im Nerotal sowie an den Steinen neben dem Landesmuseum. Dr. Ehmke würdigte die langjährige Arbeit von Dr. Arnold. Unermüdlich und engagiert war Dr. Arnold im Sinne der Vereinsziele des 195 Jahre alten Vereins unterwegs, wobei ihm sein breites naturkundliches und historisches Wissen, seine Kontaktfreudigkeit und die hervorragende Vernetzung in der Stadt sehr zu Gute kamen. Weiterhin stellte der Schriftführer Prof. Dr. Benedikt Toussaint das 2023 erschienene Jahrbuch und die jährlichen Mitteilungen vor. 


Vor der Mitgliederversammlung hatte Dr. Hannes Lerp, Kustos Wirbeltiere, eine große Gruppe Vereinsmitglieder durch die neu eröffnete Ausstellung „Der Hase ist des Jägers Tod — Kultur und Natur des südlichen Afrikas“ geführt. Viele Vorträge im Museum, die der NVN in Zusammenarbeit mit dem Museum und auch den Freunden des Museums gemeinsam organisiert, stehen in Zusammenhang mit dieser Ausstellung. Daneben bietet der NVN wieder zahlreiche Exkursionen an, die im Sommerprogramm 2024, das als Flyer an vielen Stellen in der Stadt und unter www.naturkunde-online.de zu finden ist, aufgeführt sind. Der Verein freut sich wieder auf regen Besuch seiner Veranstaltungen, die öffentlich und meist kostenfrei sind.


Das Programm für den Sommer 2024 ist erschienen.


Datei zum Download


Vogelkundliche Wanderung mit Peter Siersleben am 7. April 2024 von Frauenstein nach Martinsthal

Bericht zur Exkursion


Die Laus im Gras von Mambalam

Eine Globalgeschichte des Cochenille-Farbstoffs um 1800


Vortrag mit Dr. Alexander Engel, Historiker, Ludwig-Maximilians-Universität München


Donnerstag, 15. Februar 2024, 18 Uhr, Museum Wiesbaden

Fällt leider wegen Erkrankung des Referenten aus!


Der Handel mit Farbstoffen ist ein frühes Bespiel für Verstrickung von Wirtschaft und Wissenschaft. Der Historiker Alexander Engel hält am Donnerstag, den 15. Februar 2024 um 18 Uhr im Museum Wiesbaden über ein besonders spannendes Kapitel dieses bedeutenden Marktes einen Vortrag: “Die Laus im Gras von Mambalam. Eine Globalgeschichte des Cochenille-Farbstoffs um 1800.” Er spricht auch darüber, wie Botaniker und Zoologen in Schmuggelgeschichten verstrickt waren und zeigt die Konsequenzen für den heutigen Weltmarkt auf. Der Cochenille-Farbstoff hat heute noch eine große Bedeutung als natürlicher Lebensmittelfarbstoff. Bevor jedoch Ende des 19. Jahrhunderts synthetische Farbstoffe mit vielen Rottönen auf den Markt beherrschten, begehrten Färbereien in aller Welt die strengbewachten rotfärbenden Läuse aus Mexiko. Dort wurden sie seit Jahrtausenden auf Opuntien von Azteken gezüchtet. Doch die Produktion der Cochenille-Schildlaus stand vom 16. bis zum beginnenden 19. Jahrhundert hinein unter alleiniger Kontrolle der spanischen Kolonialmacht. Ob Engländer oder Franzosen, Europäische Länder wollten dieses Monopol durchbrechen und es gab zahlreiche Versuche die wertvollen Läuse aus Mexiko herauszuschmuggeln und in ihren Kolonien anzusiedeln. Oder sie, wie der der Botaniker Carl von Linne, in Gewächshäusern zu züchten. Bevor Mexiko 1820 seine Unabhängigkeit erstritt, gelang es erst den Spaniern selber große Plantagen auf den Kanarischen Inseln anzulegen und von dort denEuropäischen Markt zu bedienen.


Ein Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung Tierisch Rot (bis 28. April 2024) und in Kooperation mit den Freunden des Museums und des Nassauischen Vereins für Naturkunde. Eintritt ist frei.


Abbildung: Cochenille-Läuse auf einem Opuntienblatt mit Erntegeräte aus Lanzarote und gefärbter Wolle.
Foto Bernd Fickert/Museum Wiesbaden


Jahrbuch 144 (2023)

Band 144 der Jahrbücher des Nassauischen Vereins für Naturkunde ist erschienen und als gedrucktes Buch an die Mitglieder versandt worden.

Das Inhaltsverzeichnis steht hier bereit.


Die Mitteilungen 75 sind erschienen und stehen zum Download hier bereit.


"Natur unter die Lupe genommen" als Download-PDF
Themen Januar bis Juni 2024

Das Programm als PDF von "Natur unter die Lupe genommen" nennt die Themen und Termine von Januar bis Juni 2024.


Am 1. Februar 2023 verstarb unser Ehrenmitglied Erhard Zenker. Während seiner langjährigen Vorstandstätigkeit beinflusste er maßgeblich die Geschicke des Vereins. Der Verein wird seiner ehrend gedenken.


Ausführlicher Nachruf zum Download


Jahrbuch 143 (2022)

Band 143 der Jahrbücher des Nassauischen Vereins für Naturkunde ist erschienen.


Die vollständige digitale Fassung steht hier bereit.


Der Sohn unseres Ehrenmitgliedes Walter Czysz bietet aus dem Nachlass seines Vaters…

…folgende Jahrbücher (gegen Versandkosten, nur komplett) an: Bände 110 bis 124, Bände 126 bis 129 sowie die Bände 133, 135, 136, 140 und 142. Dazu der zweite Teil des Jahrgangs 1980 und der Sonderband 1 aus dem Jahr 1998. Abgegeben wird ferner das Buch Wallufer Ortsgeschichte Heft 3.


Kontakt: Maximilian Czysz, E-Mail maximilianczysz_at_web.de


Nachruf

Am 5. August 2022 verstarb unser Ehrenmitglied Dieter Zingel. Herr Zingel hat über viele Jahrzehnte durch zahlreiche vogelkundliche Exkursionen, Vorträge und Beiträge zu den Jahrbüchern und Mitteilungen maßgeblich zum Vereinsleben beigetragen. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.


Ausführlicher Nachruf zum Download


Foto: Wiltraut Stroothenke


Neuauflage: “Zwischen Mittelrhein und Taunus”

Das Buch „Zwischen Mittelrhein und Taunus – Naturschätze in Lorch am Rhein“ ist in einer Neuauflage erschienen. Es umfasst 303 Seiten und stellt – angereichert mit zahlreichen Bildern die einzigartige Fülle von Tier- und Pflanzenarten in diesem Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Oberes Mittelrheintal dar. Auch andere Faktoren wie Klima, Geologie, Böden, Gewässer sowie die Landschafts- und Siedlungsgeschichte werden ausführlich geschildert. In Anbetracht der grossen Artenvielfalt kann Lorch/Rh. sich als ein „Hotspot“ der Biodiversität rühmen.


Das Buch wurde 2016 von einem 15-köpfigen Autorenteam unter der Leitung von Dr. Wolfgang Ehmke und Prof. Benedikt Toussaint erstellt. Es richtet sich nicht nur an interessierte Wanderer auf dem Rheinsteig oder im Taunus, sondern auch an die Bürgerschaft von Lorch und Umgebung, um sie noch aufmerksamer auf diese Naturschätze zu machen.

Informationen zur Bestellung



Berichte zu den Exkursionen und Vorträgen

Bebilderte Berichte zu den Exkursionen und Vorträgen finden Sie unter Berichte.





Newsletter des Museums Wiesbaden

Der Newsletter des Museums Wiesbaden informiert über alle wichtigen Termine, Ausstellungsinformationen und Veranstaltungen des Hauses und ist damit sicher auch für die Mitglieder des Nassauischen Vereins für Naturkunde interessant.


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Sonderband 5
Carl Remigius Fresenius (1818–1897) und sein Laboratorium

Der Nassauische Verein für Naturkunde hat anlässlich des 200. Geburtstages seines Ehrenmitgliedes Carl Remigius Fresenius gemeinsam mit der Gesellschaft für Geschichte des Weines das Buch “Carl Remigius Fresenius (1818–1897) und sein Laboratorium; Beiträge zur Weinanalytik, Önologie und Agrikulturchemie im 19. Jahrhundert” herausgegeben. Der Sonderband kann hier bestellt werden.

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