Aktuelles

Die Laus im Gras von Mambalam

Eine Globalgeschichte des Cochenille-Farbstoffs um 1800


Vortrag mit Dr. Alexander Engel, Historiker, Ludwig-Maximilians-Universität München


Donnerstag, 15. Februar 2024, 18 Uhr, Museum Wiesbaden

Fällt leider wegen Erkrankung des Referenten aus!


Der Handel mit Farbstoffen ist ein frühes Bespiel für Verstrickung von Wirtschaft und Wissenschaft. Der Historiker Alexander Engel hält am Donnerstag, den 15. Februar 2024 um 18 Uhr im Museum Wiesbaden über ein besonders spannendes Kapitel dieses bedeutenden Marktes einen Vortrag: “Die Laus im Gras von Mambalam. Eine Globalgeschichte des Cochenille-Farbstoffs um 1800.” Er spricht auch darüber, wie Botaniker und Zoologen in Schmuggelgeschichten verstrickt waren und zeigt die Konsequenzen für den heutigen Weltmarkt auf. Der Cochenille-Farbstoff hat heute noch eine große Bedeutung als natürlicher Lebensmittelfarbstoff. Bevor jedoch Ende des 19. Jahrhunderts synthetische Farbstoffe mit vielen Rottönen auf den Markt beherrschten, begehrten Färbereien in aller Welt die strengbewachten rotfärbenden Läuse aus Mexiko. Dort wurden sie seit Jahrtausenden auf Opuntien von Azteken gezüchtet. Doch die Produktion der Cochenille-Schildlaus stand vom 16. bis zum beginnenden 19. Jahrhundert hinein unter alleiniger Kontrolle der spanischen Kolonialmacht. Ob Engländer oder Franzosen, Europäische Länder wollten dieses Monopol durchbrechen und es gab zahlreiche Versuche die wertvollen Läuse aus Mexiko herauszuschmuggeln und in ihren Kolonien anzusiedeln. Oder sie, wie der der Botaniker Carl von Linne, in Gewächshäusern zu züchten. Bevor Mexiko 1820 seine Unabhängigkeit erstritt, gelang es erst den Spaniern selber große Plantagen auf den Kanarischen Inseln anzulegen und von dort denEuropäischen Markt zu bedienen.


Ein Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung Tierisch Rot (bis 28. April 2024) und in Kooperation mit den Freunden des Museums und des Nassauischen Vereins für Naturkunde. Eintritt ist frei.


Abbildung: Cochenille-Läuse auf einem Opuntienblatt mit Erntegeräte aus Lanzarote und gefärbter Wolle.
Foto Bernd Fickert/Museum Wiesbaden


Wiesbadener Umweltpreis – Sonderpreis des NVN

Unter allen Bewerbungen um den Wiesbadener Umweltpreis 2024 wird der Nassauische Verein für Naturkunde e.V. einen Sonderpreis in Höhe von insgesamt 1.500 Euro verleihen.


Bewerbungen sind online bis zm 31. Januar 2024 möglich.


Weitere Informationen und Online-Bewerbung


Die Heimkehr der Ahnen

Geschichten von Restitution und Repatriierung


Vortrag mit Dr. Birgit Scheps-Bretschneider, Grassi Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Abteilungsleiterin Provenienzforschung und Restituition und Kustodin Australien/Pazifik


Dienstag, 9. Januar 2024, 18 Uhr, Museum Wiesbaden


Über die Forschung der Herkunftsgeschichten ethnologischer Objekte und die Zusammenarbeit mit den Herkunftsgemeinschaften spricht Frau Brigit Scheps-Breitschneider am 9. Januar 2024 um 18 Uhr im Museum Wiesbaden. Die Ethnologin vom Grassi Museum in Leipzig ist eine Kennerin der Regionen Australien und Ozeanien und erforscht die Herkunft der Objekte der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen. Diese Provenienzforschung umfasst auch menschliche Gebeine und Herkunftsgemeinschaften wünschen die Rückgabe solcher Objekte. Zur Vorbereitung von Repatriierungen wurden Konzepte der Rehumanisierung entwickelt. So ist es möglich, Sammlungsobjekte wieder als Menschen zu betrachten. Dabei werden nicht nur historische Fakten recherchiert, sondern auch Biografien soweit möglich ermittelt. Der Vortrag stellt Forschungsergebnisse aus Hawaii, Neuseeland und Australien vor, und zeigt die politische Relevanz dieser bisher unerzählten Geschichten.


Der Eintritt ist frei.


Abbildung: Zeremonie zur Rückführung der menschlichen Gebeine eines Ahnen nach Australien aus dem GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig. Foto: GRASSI Museen


Jahrbuch 144 (2023)

Band 144 der Jahrbücher des Nassauischen Vereins für Naturkunde ist erschienen und als gedrucktes Buch an die Mitglieder versandt worden.

Das Inhaltsverzeichnis steht hier bereit.


Das Programm für den Winter 2023-2024 ist erschienen.

Datei zum Download


Tierisch Rot

29. Oktober 2023 bis 28. April 2024

Museum Wiesbaden


Eröffnung Sonntag, den 29. Oktober um 11 Uhr


Ein Studienausstellung zum Thema tierische Farbstoffe.

Abbildung: Cochenille auf Opuntie mit Erntelöffel und gefärbter Wolle. Foto: Bernd Fickert.


Die Mitteilungen 75 sind erschienen und stehen zum Download hier bereit.


"Natur unter die Lupe genommen" als Download-PDF
Themen Januar bis Juni 2024

Das Programm als PDF von "Natur unter die Lupe genommen" nennt die Themen und Termine von Januar bis Juni 2024.


Pflanzenwelt und Biotopstrukturen im Deponiegelände Dyckerhoffbruch


Exkursion mit Berthold Hilgendorf, Diplom-Geograph, am Samstag, 20. Mai 2023


Bericht zur Exkursion


Fotos und Text: Sabine Neugebauer und Berthold Hilgendorf


Runter von der Couch – raus zu den Frühjahrsblühern im Tiergarten bei Idstein!

Idstein, 15. April 2023

Bericht zur Exkursion

Foto: Dr. Wolfgang Ehmke

Am 1. Februar 2023 verstarb unser Ehrenmitglied Erhard Zenker. Während seiner langjährigen Vorstandstätigkeit beinflusste er maßgeblich die Geschicke des Vereins. Der Verein wird seiner ehrend gedenken.


Ausführlicher Nachruf zum Download


Jahrbuch 143 (2022)

Band 143 der Jahrbücher des Nassauischen Vereins für Naturkunde ist erschienen.


Die vollständige digitale Fassung steht hier bereit.


Der Sohn unseres Ehrenmitgliedes Walter Czysz bietet aus dem Nachlass seines Vaters…

…folgende Jahrbücher (gegen Versandkosten, nur komplett) an: Bände 110 bis 124, Bände 126 bis 129 sowie die Bände 133, 135, 136, 140 und 142. Dazu der zweite Teil des Jahrgangs 1980 und der Sonderband 1 aus dem Jahr 1998. Abgegeben wird ferner das Buch Wallufer Ortsgeschichte Heft 3.


Kontakt: Maximilian Czysz, E-Mail maximilianczysz_at_web.de


Nachruf

Am 5. August 2022 verstarb unser Ehrenmitglied Dieter Zingel. Herr Zingel hat über viele Jahrzehnte durch zahlreiche vogelkundliche Exkursionen, Vorträge und Beiträge zu den Jahrbüchern und Mitteilungen maßgeblich zum Vereinsleben beigetragen. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren.


Ausführlicher Nachruf zum Download


Foto: Wiltraut Stroothenke


Neuauflage: “Zwischen Mittelrhein und Taunus”

Das Buch „Zwischen Mittelrhein und Taunus – Naturschätze in Lorch am Rhein“ ist in einer Neuauflage erschienen. Es umfasst 303 Seiten und stellt – angereichert mit zahlreichen Bildern die einzigartige Fülle von Tier- und Pflanzenarten in diesem Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Oberes Mittelrheintal dar. Auch andere Faktoren wie Klima, Geologie, Böden, Gewässer sowie die Landschafts- und Siedlungsgeschichte werden ausführlich geschildert. In Anbetracht der grossen Artenvielfalt kann Lorch/Rh. sich als ein „Hotspot“ der Biodiversität rühmen.


Das Buch wurde 2016 von einem 15-köpfigen Autorenteam unter der Leitung von Dr. Wolfgang Ehmke und Prof. Benedikt Toussaint erstellt. Es richtet sich nicht nur an interessierte Wanderer auf dem Rheinsteig oder im Taunus, sondern auch an die Bürgerschaft von Lorch und Umgebung, um sie noch aufmerksamer auf diese Naturschätze zu machen.

Informationen zur Bestellung



Berichte zu den Exkursionen und Vorträgen

Bebilderte Berichte zu den Exkursionen und Vorträgen finden Sie unter Berichte.





Geologie, Botanik und Zoologie um den Loreley-Felsen

3. Juli 2021


Naturkundetag in St. Goarshausen

Bebilderter Bericht zur Veranstaltung


Newsletter des Museums Wiesbaden

Der Newsletter des Museums Wiesbaden informiert über alle wichtigen Termine, Ausstellungsinformationen und Veranstaltungen des Hauses und ist damit sicher auch für die Mitglieder des Nassauischen Vereins für Naturkunde interessant.


Bestellung des Newsletters des Museums Wiesbaden


Sonderband 5
Carl Remigius Fresenius (1818–1897) und sein Laboratorium

Der Nassauische Verein für Naturkunde hat anlässlich des 200. Geburtstages seines Ehrenmitgliedes Carl Remigius Fresenius gemeinsam mit der Gesellschaft für Geschichte des Weines das Buch “Carl Remigius Fresenius (1818–1897) und sein Laboratorium; Beiträge zur Weinanalytik, Önologie und Agrikulturchemie im 19. Jahrhundert” herausgegeben. Der Sonderband kann hier bestellt werden.

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